Ulmer Schülermarsch am 12.07.

Auch wir vom JuPa waren beim 1. Ulmer Schülermarsch dabei! JuPa-Mitglied Lea hat ihre Eindrücke hier für euch zusammengefasst:

Getreu dem Motto „Schüler bewegen (sich) – gegen Rassismus“ machten sich am 12.07.18 fast 2000 Schüler und Schülerinnen aus vielen Ulmer Schulen auf den Weg und nahmen am 1. Ulmer Schülermarsch Teil. Die SMV und die Politikmentoren des Anna-Essinger-Gymnasiums organisierten die Demonstration. Von dort zogen die ersten Schüler auch los. Unterwegs schlossen sich dann noch weitere Schüler/innen von weiteren Ulmer Schulen an, z.B. dem Hans-und-Sophie-Scholl-Gymnasium oder dem Schubart-Gymnasium. Gemeinsam zogen sie mit Plakaten, die sie selbst gestaltet haben, zum Marktplatz gegenüber dem Rathaus in Ulm. Dort wurde von einigen Schülern und der Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Soziales Frau Mann Reden gehalten. Auf dem Marktplatz gab es zwischen den Reden Tanzeinlagen und eine Band spielte.
Es war eine interessante Veranstaltung, die bestimmt auch einige Ulmer aufgerüttelt hat. Vielleicht nicht, weil es sie interessiert, sondern weil es so viele junge Menschen waren, die zu Fuß durch Ulm zogen.

Bilder © Natascha Könches

Seedbombs für Ulm beim Klimaschutzaktionstag

© Reiner Beck,  www.ulm.uno

Ulm kann Klimaschutz – Du auch! Das war am letzten Freitag das Motto auf dem Hans- und Sophie-Scholl-Platz. Neben zahlreichen spannenden Initiativen und Organisationen aus Ulm und Umgebung waren auch einige Mitglieder vom Ulmer JuPa dabei. Beim gemeinsamen Stand von der Klimadelegation und der Nachhaltigkeitsstrategie des Jugendbeirats Baden-Württemberg verwandelte sich ein Tisch fast in eine kleine Gärtnerei. Der Plan: Seedbombs herstellen! Einige Besucher mussten wir davon abhalten, unsere Seedbombs (auf Deutsch: „Saatgutbällchen“) direkt zu essen. Auch wenn sie auf den ersten Blick wie Pralinen aussehen, so sind es doch kleine Erdbällchen mit Blumensamen vermischt.

Die Seedbombs können einfach auf Gras oder der Erde abgelegt werden. So wird Ulm ein bisschen bunter und für die Insekten entwickelt sich schon bald ein vielfältiges Nahrungsangebot. Danke an alle, die sich ihre Seedbombs mitgenommen haben und mit uns ins Gespräch gekommen sind!

Fotos: © Emilia Vagt

Meine Meinung: Jugendliche und Politik

Tobias kommt aus der Nähe von Biberach und macht gerade ein Praktikum beim Stadtjugendring Ulm. Wie denkt er über Jugendliche und Politik? Das erfahrt Ihr hier!

Hallo.

Mein Name ist Tobias, ich bin 17 Jahre jung und möchte euch mit diesem kleinen Text meine Meinung zum Thema Jugendliche und Politik näher bringen. Jugendliche sind nur bedingt wahlberechtigt und oft heißt es, Jugendliche seien nicht reif genug um zu wählen. Und das mag ja auch ein Stück weit stimmen. Aber deshalb gibt es ja das Jugendparlament. Im Jugendparlament finden sich Jugendliche mit politischem Engagement. Und da können die Erwachsene sagen was sie wollen, alleine schon sich freiwillig zu engagieren, spricht für die Reife der Jugendlichen, die dort zu finden sind. Ich finde die Idee eines Jugendparlaments sehr gut und auch sehr wichtig. Jugendliche sind vermutlich die, die am meisten Zeit in ihrer Stadt verbringen. Daher finde ich es sehr wichtig, dass es eine Plattform für Jugendliche und ihre Interessen gibt. Ich glaube, dass das Wort Politik in den Köpfen der meisten Jugendlichen durch einen sehr langweiligen und trockenen Eindruck geprägt ist. Aber gerade deshalb ist es umso wichtiger Jugendlichen zu zeigen, dass es Möglichkeiten gibt, sich für ihre Interessen einzusetzen, und ihnen zu zeigen dass sie tatsächlich etwas bewirken können.

Die meisten Jugendlichen haben sehr wenig Bezug zu Politik. Aber auch das kann man ändern. Ich glaube den meisten fehlt einfach dieser eine Zugangspunkt zu den verschiedenen Themen und Projekten. Unter Zugangspunkte verstehe ich zum Beispiel Projekte, bei denen gemeinsam etwas geschafft wird, ein Projekt, das die Interessen der Jugendlichen in gewisser Weise wiederspiegelt. So ein Projekt könnte man zum Beispiel umsetzen, indem man sich überlegt: Was sind denn die Interessen der Jugendlichen? Oder: Wie könnten auch die Jugendlichen selbst nicht nur ihre Interessen vertreten, sondern vielleicht auch ein Stück weit selber umsetzen?  Worauf ich persönlich auf jeden Fall Lust hätte was dieses Thema angeht, wären zum Beispiel Kunstprojekte. Ein Kunstprojekt kann einmal unglaublich Spaß machen und außerdem kann man dadurch Jugendliche dazu anregen, über gewisse Themen nachzudenken, indem man es als Ausdruck verpackt. Kunst zu viel diskutierten Themen kommt oft rüber wie eine Provokation, allerdings regt das zum Nachdenken an. Als Beispiel könnte man verschiedene Jugendgruppen oder Schulklassen zu einem Wettbewerb einladen und sie darum bitten, zu einem Thema in verschiedenen Gruppen ihre Meinung künstlerisch in Form von Cartoons oder Ähnlichem darzustellen. Nachdem die Gruppen fertig sind, könnte man die entstandenen Werke zum Beispiel in der Fußgängerzone präsentieren und mit Passanten ins Gespräch kommen. So glaube ich, könnte man viele Jugendliche auf politische Themen und Themen aus ihrer Umgebung aufmerksam machen und ihnen eine große Plattform geben, um ihre Meinung zu diskutieren.

JuPa bei der Internationalen Botschaft

Am letzten Freitag (27.04.) waren wir bei der Internationalen Botschaft Ulm und durften das JuPa vorstellen. Mit bunten Ballons, Flyern und Polaroidkameras zogen wir los, um mit den Ulmern ins Gespräch zu kommen. Was ist Politik? – Das wollten wir wissen! Viele verschiedene Menschen haben sich von uns fotografieren lassen und ihre Antwort auf das Polaroidfoto geschrieben. So ist eine kunterbunte Mischung an Meinungen zusammengekommen. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben!

Zum Abschluss haben wir noch Ballons steigen lassen. An den Ballons hingen Anhänger mit unseren Kontaktdaten und wir sind sehr gespannt, wo es die Ballons hingetragen hat und wo das JuPa nun bekannt ist.

Fotos: © Natascha Könches

Besuch beim JuPa

Morgen bekommen wir vom JuPa Besuch von Anna Bäuerle! Anna engagiert sich beim Jugendbeirat der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Baden Württemberg und bei der klimadelegation. Was genau sie da macht, erzählt sie uns morgen! Wir freuen uns auf Deinen Besuch, liebe Anna! Und vielleicht können wir ja mal etwas gemeinsam auf die Beine stellen! 🙂

Grüße aus Berlin

Jochen Schlenk vor dem Bundestag

Jochen Schlenk vor dem Bundestag

Unser ehemaliges Mitglied Jochen Schlenk macht gerade ein Praktikum im Deutschen Bundestag. Wir finden, er sieht ganz schön happy aus – ob es wirklich so ist, lest ihr hier. Continue reading

Forum „Jugendbeteiligung“ am 27.9.

Wie soll Jugendbeteiligung in Ulm künftig geregelt sein? Welche Chancen und Möglichkeiten bietet der § 41a der GemO? „Wir sprechen uns für eine stärkere politische Beteiligung von Kindern und Jugendlichen aus. Die politische Bildung der Jugendlichen in Baden-Württemberg werden wir im schulischen und außerschulischen Bereich weiter stärken“ – so steht es im Koalitionsvertrag vom 09. Mai 2016. Und darum geht es bei dieser Veranstaltung:

  • Kinder und Jugendliche sind „voll dabei“, wenn es um die Gestaltung ihrer Stadt oder Gemeinde geht! Ist das so? Oder welche Rahmenbedingungen sind dazu nötig?
  • Kinder und Jugendliche haben von ihrem Gemeinwesen Kommune oder Schule ganz konkrete Vorstellungen! Ist das so? Oder wie schafft man das Interesse und verankert es dauerhaft
  • Nach § 41 a der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg ist Beteiligung jetzt nicht mehr Kür – sondern „Pflicht“. Aber was ist möglich und was ist nötig?
  • Wie kann eine solche Beteiligung konkret aussehen?
  • In welchen Formen und Strukturen kann eine solche Beteiligung stattfinden?
  • Welche Rolle und Aufgabe haben bei der Kinder- und Jugendbeteiligung die Kommune oder/und die Schule? Ist der 8er Rat ein Modell der Zukunft?
  • Wie wirkt sich eine solche Kinder- und Jugendbeteiligung auf die Arbeit in den Gemeinderäten aus? Werden Entscheidungen mit Beteiligung schwieriger oder langsamer?

Unsere Experten sind an diesem Vormittag:

  • Herr Hannes Wezel, Stabsstelle Staatsrätin für Zivilgesellschaft/Bürgerbeteiligung
  • Herr Udo Wenzl, Referent für Jugendbeteiligung, Partizipationsberater

Impulsvorträge, Thesen und Erfahrungsberichte hören Sie von:

  • VertreterInnen des Ulmer Jugendparlamentes bzw. des Stadtjugendrings; Frau Dana Hoffmann
  • Ltd. Schulamtsdirektor Wolfgang Mäder, Staatliches Schulamt Biberach
  • Bürgermeister Bernd Mangold, Berghülen, Kreisvorsitzender des Gemeindetages BW
  • Bürgermeister Daniel Salemi, Langenau
  • Thomas Laengerer, Kreisjugendreferent, Landratsamt Alb-Donau-Kreis

Moderation: Friedhelm Werner; BM a. D. Bildungsleiter

Die Teilnahme ist kostenlos!

Jugendbeteiligung in Ulm

Bei unserer letzten öffentlichen Sitzung – der ersten mit dem neuen OB Gunter Czisch – konnten wir ein wichtiges Projekt auf den Weg bringen: Gemeinsam mit Verwaltung und Gemeinderat wollen wir die Jugendbeteiligung neu strukturieren. Nach den Sommerferien kommen die Gremien nochmals zusammen, um gemeinsam die Strukturen zu schaffen, in denen das JuPa künftig mit der Kommunalpolitik verknüpft ist. Bis dahin beraten die beteiligten Gruppen intern, wie sie sich die Zusammenarbeit vorstellen – das Jugendparlament wird darüber im Rahmen eines Workshop-Tages diskutieren (Termin folgt).

Als Hintergrund hier mal ein paar Infos und Beispiele zur Jugendbeteiligung:

Paragraphen: Seit dem 1. Dezember 2015 gilt in Baden-Württemberg der veränderte §41a der Gemeindeordnung. Er wurde im Oktober 2015 beschlossen und verpflichtet Gemeinden dazu, Kindern und Jugendlichen eine Beteiligungsmöglichkeit, bspw. ein Jugendparlament, zu bieten. Ulm ist eine der Städte, die schon lange zuvor (1993) ein Jugendparlament eingeführt haben – damals war das noch eine freiwillige Sache. Laut § 41a GemO BW sind in „Jugendangelegenheiten“ der Jugendvertretung „insbesondere (…) ein Rederecht, ein Anhörungsrecht und ein Antragsrecht vorzusehen“. Was aber sind „Jugendangelegenheiten“? Sport-, Kultur- und Schulthemen liegen irgendwie auf der Hand. Was aber ist mit Nahverkehr, Finanzen oder Bauen? Diese Frage stellt (nicht nur) uns in Ulm vor die Herausforderung, die Beteiligung des JuPa neu zu denken.

Infos mit juristischem Hintergrund findet ihr hier.
Eine sehr informative Seite rund ums Thema Jugendbeteiligung ist diese hier.

 

Herrenberg: Eine feste Gruppe wie das Ulmer JuPa gibt es nicht in allen Städten. Dort gibt es teilweise andere Ansätze der Jugendbeteiligung. Der Stadtjugendring Herrenberg (bei Stuttgart) hat vor einigen Jahren damit begonnen, regelmäßig die jungen Herrenberger nach ihrer Meinung zu fragen. Beim sogenannten Jugendforum kommen junge Leute von allen weiterführenden Schulen in Herrenberg ab Klasse 5  zusammen, bringen ihre Ideen ein, diskutieren und entwickeln konkrete Projekte. Darüber hinaus werden auch die Themen behandelt, die gerade von städtischer Seite aus aktuell und für Jugendliche relevant sind. Die erarbeiteten Projektideen werden am Ende dem Bürgermeister, Gemeinderäten, Mitgliedern der Verwaltung und Jugendarbeit vorgestellt. Nach dem Jugendforum können interessierte Jugendliche ihre Projekte mit Unterstützung des Stadtjugendrings weiter verfolgen.

Regensburg: Ganz frisch im Amt sind die 25 Jugendbeiräte in Regensburg. Dort wurde dieses Jahr zum ersten Mal eine Jugendvertretung gewählt. Laut Satzung hat “ der Jugendbeirat (…) die Aufgabe, den Stadtrat und seine Ausschüsse in Fragen, die die in Regensburg lebenden Kinder und Jugendlichen betreffen, durch Anregungen, Empfehlungen und Stellungnahmen zu beraten“. Der Jugendbeirat kann Empfehlungen und Stellungnahmen zu jugendrelevanten Themen abgeben und wird bei seinen Projekten vom Amt für kommunale Jugendarbeit unterstützt. Hilfe für den Wahlkampf und dem vorangestellt Planspiele bekamen die Regensburger von einer Kommunikations-Agentur, bezahlt aus Fördermitteln des Bundesfamilienministeriums. Die Satzung des Regensburger Jugendbeirats findet ihr hier. Schaut mal rein, ist recht interessant – und kann uns in den nächsten Wochen bestimmt mal als Spickzettel dienen…